Orientierungsplan des heutigen Museumsgeländes (2022), zum Grundriss der spätmittelalterlichen Festungsanlage Marienburg vergleicheEssenwein[1]
DieMarienburg(polnischZamek w Malborku) ist eine im 13. Jahrhundert erbautemittelalterlicheOrdensburgdesDeutschen Ordensan derNogat, einem Mündungsarm derWeichsel. Sie liegt am Rande der Stadt Marienburg (polnischMalbork) imWeichseldelta.
Von 1309 bis 1454 war die Burg Sitz derHochmeisterdes Ordens imDeutschordensstaat. Danach gehörte sie mit kurzen Unterbrechungen von 1457 bis 1772 zuPreußen Königlichen Anteils, einer autonomen preußischen Provinz, die gegen den Orden opponierte und sich freiwillig unter die Schirmherrschaft derpolnischen Kronebegeben hatte. Zeitweise befand sich die Burg in dieser Zeit auch unterschwedischerKontrolle. Nach der Wiedervereinigung der preußischen Teilregionen im Rahmen derErsten Teilung Polenskam die Burg 1772 zumKönigreich Preußen. Nach demZweiten Weltkriegunterstellte diesowjetischeBesatzungsmacht die Burg zusammen mit der südlichen HälfteOstpreußensder Verwaltung derVolksrepublik Polen.
Die weiträumige Anlage gilt mit 21 Hektar Gesamt- und 14,3 Hektar Nutzfläche als größte Burg der Welt vor derPrager Burgauf demHradschinund derVeste OberhausbeiPassau;[2][3]Sie ist der größteBacksteinbauEuropas; mit ihrer architektonischen Gestaltung im Stil derBacksteingotikwurde sie zum Vorbild vieler anderer Bauten, z. B. derMarineschule Mürwik.[4]DasUNESCO-Weltkulturerbebeherbergt mehrere Ausstellungen und kann das ganze Jahr über besichtigt werden.[5]