DerStadtgarten Aachenmit dem zentralen und193 m ü. NHNhohenWingertsbergist einelandschaftsarchitektonischgestaltete urbane Parkanlage inAachen. Er setzt sich zusammen aus dem 1852 angelegten Krankenhausgarten, der ab 1916 zumKurparkumgestaltet wurde, sowie dem sich nördlich anschließenden und seit 1925 dazuerworbenenFarwickparkund dem nach 1945 eingegliederten ehemaligen evangelischenFriedhof Güldenplan. Der Stadtgarten hat eine Gesamtfläche von etwa 2,3 haund liegt im Areal zwischen Monheimsallee, Jülicher Straße, Robensstraße, Passstraße und Rolandstraße.
Der gesamte Aachener Stadtgarten steht wegen seiner kultur- und gartengeschichtlichen Bedeutung seit 1995 als Gartendenkmal unterDenkmalschutz
Kurpark und Stadtpark
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Spitalgarten 1908
Nachdem Anfang der 1850er-Jahre das von Stadtbaumeister Friedrich Joseph Ark entworfene Maria-Hilf-Hospital in Aachen mit 260 Betten als konfessionelles Allgemeines Krankenhaus an der Monheimsallee in der Nachfolge des Elisabeth- und des Marianischen Hospitals im Stadtzentrum errichtet worden war, wurde 1852 der dazugehörende großräumige Klinikgarten von dem Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné entworfen und durch den Stadtgärtner Carl Jancke angelegt. Um die laufenden Kosten für die Instandhaltung des Parks zu decken, wurde dieser ab 1870 gegen Entgelt für den Publikumsverkehr freigegeben und wurde damit zu einem städtischen Garten. Im Jahr 1885 erfolgte eine erste Erweiterung der Anlage um 0,5 ha für den Bau eines botanischen Gartens und um 0,2 ha für einen dendrologischen Garten. Zudem richtete die Stadtgärtnerei auf dem Areal ein Palmenhaus, zwölf Gewächshäuser und eine Orangerie ein. 1896 entwarf der Aachener Bildhauer Karl Krauß zum Gedenken an Peter Joseph Lenné das Lenné-Denkmal, das gegenüber dem Krankenhauseingang an der ebenfalls neu gestalteten Monheimsallee aufgestellt wurde. Schließlich erhielt im Jahr 1900 auf dem Wingertsberg das neue Meteorologische Observatorium Aachen einen geeigneten Standort.
Im Zuge der Planung und Umsetzung eines neuen Aachener Kurbezirkes zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde ab 1904 das Maria-Hilf-Hospital stufenweise in die neu erbauten städtischen Anlagen an der Goethestraße verlegt und anschließend das alte Gebäude abgerissen. Danach erfolgte zwischen 1914 und 1916 an Platz des ehemaligen Hospitals der Bau des Kurhotels Quellenhof, des Kurmittelhauses, einer Wandelhalle und des Neuen Kurhauses. Zugleich wurde der bis dahin bestehende öffentliche Spitalpark von Gartendirektor Weßberge zu einem 1,5 ha großen Kurpark und Stadtpark umgestaltet, dessen nördliche Grenze in etwa einer gedachten Linie von der Pippinstraße zur Thomashofstraße verlief. Die Benutzung der Kuranlagen war kostenpflichtig. Eintrittsgelder oder Kurtaxen wurden an kleinen Kassenhäuschen an verschiedenen Eingängen des Parks erhoben. Der Kurpark war durch einen Zaun vom Stadtpark getrennt.