Bad Waldliesbornist ein Ortsteil vonLippstadtmit etwa 5500 Einwohnern und ein staatlich anerkanntesHeilbad.
Geschichte
Der Ort Bad Waldliesborn geht zurück auf einen Teil der Bauerschaft Suderlage der bis 1975 eigenständigen benachbarten Gemeinde Liesborn (heute Ortsteil von Wadersloh). Suderlage wurde erstmals 1165 urkundlich erwähnt. Die Geschichte von Bad Waldliesborn begann mit einem Irrtum. Im Jahre 1900 vermutete eine Bochumer Bohrgesellschaft in der Region Steinkohle. Man unternahm in unmittelbarer Nähe zur Trasse der ehemaligen Rhedaer Bahn Probebohrungen und fand dabei statt der Kohle eine der mineralstoffhaltigsten Quellen Deutschlands. Der Hamburger Großkaufmann Wilhelm Eichholz erkannte in der Sole eine Vermarktungschance und begann im Jahr 1904 im Umkreis der Quelle mit der Errichtung eines Heilbades. Zu den ersten Kureinrichtungen zählten das Badehaus und der „Lindenhof“. Die Zahl der Gäste und Einwohner wuchs in dieser Gründerzeit beständig. Seit dem 1. Mai 1913 trägt das Heilbad den Namen „Bad Waldliesborn“.
1922 wurde ein Kindererholungsheim errichtet, von 1929 bis 1930 die katholische Pfarrkirche St. Josef. Das Kindererholungsheim wurde 1962 zum Haus des Gastes umgewandelt. Seit 1974 ist Bad Waldliesborn ein staatlich anerkanntes Heilbad. Seit dem 1. Januar 1975 gehört es durch § 45 Münster/Hamm-Gesetz zur Stadt Lippstadt. Die Abkürzung „Walibo“ für den Ort ist verbreitet.[3]
Heilbad
Im Kurpark
Die Natursole von Bad Waldliesborn fließt aus zwei Solequellen und wird für verschiedene Therapien genutzt, hauptsächlich bei orthopädischen Leiden. Das Thermalsolebad ist mit über 1250 m² das größte im Kreis Soest und in der Region; die Walibo-Therme ist seit Herbst 2023 jedoch aus bauphysikalischen Gründen geschlossen.[5] Der Ort besitzt mit der Eichholz-Klinik und der Reha-Klinik Panorama zwei Gesundheitseinrichtungen, die sich schwerpunktmäßig auf die Rehabilitation nach orthopädischen Operationen sowie nach kardiologischen Erkrankungen spezialisiert haben. Im Ort gibt es im Haus des Gastes ein Kurtheater sowie einen über 20 Hektar großen Kurpark.[6] Im Kurpark befindet sich ein Skulpturenpfad mit über 20 Kunstwerken des Bildhauers und Skulpturengießers Bernhard Kleinhans (1926–2004). Ein Baumentdeckerpfad informiert über den Baumbestand, der exotische Arten wie Ginkgo-, Mammut- und Trompetenbäume umfasst.